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Mitten im Odenwald, umgeben von Wäldern und Wiesen: die Kreisstadt Erbach.

Schloss und Städtel, umgeben von innerstädtischem Grün.

Mitten im Odenwald, umgeben von Wäldern und Wiesen: die Kreisstadt Erbach.

Eingebettet in eine sanfte Mittelgebirgslandschaft, inmitten von abwechslungsreichen Mischwäldern und saftigen Wiesen, umgeben von romantischen Städtchen und idyllischen Dörfern: das ist Erbach, die Kreisstadt des südhessischen Odenwaldkreises. Etwa 13.500 Menschen wohnen in der Kernstadt und den zehn Stadtteilen, die zwischen 200 und 560 m.ü.NN. liegen. Viel Grün umgibt Erbach - das macht den hohen Erholungswert dieser Stadt aus. So ist Erbach ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in alle Richtungen des Geo-Naturparks Bergstraße-Odenwald, der seit 2015 den Titel „UNESCO Global Geopark“ trägt. Gerade für Wanderer, Radwanderer und Mountainbiker ergeben sich hier viele Möglichkeiten, eine unvergessliche Zeit zu verbringen.

Einkaufen und Bummeln im historischen Ambiente, das Plätschern der Mümling im Ohr.

Mitten durch die Stadt fließt die Mümling, die dem Tal seinen Namen gibt.

Einkaufen und Bummeln im historischen Ambiente, das Plätschern der Mümling im Ohr.

Erbach, das erstmals im 11. Jahrhundert schriftlich erwähnt wird, hat sich seinen ursprünglichen Charme bewahrt. Entlang der Mümling und im Altstadtbereich laden viele schöne Plätze zum Verweilen ein. Imposante Fachwerkhäuser und die zum Schloss gehörenden repräsentativen Gebäude erzählen von der wechselvollen Geschichte einer Stadt, von der aus über viele Jahrhunderte hinweg eine ganze Region regiert wurde. Hier kann man staunen, einkaufen, relaxen…

Das Städtel mit dem Alten Rathaus grenzt direkt an die Mümling.
Die ehemalige Schlossmühle, die als Vorbild zur Umgestaltung der Schlossfassade diente.

Graf Franz I. zu Erbach-Erbach hat nach wie vor ein wachsames Auge auf seine Stadt.

Der große Sohn des Erbacher Grafenhauses, Franz I., wacht - in eine römische Toga gewandet - über Schloss und Marktplatz.

Graf Franz I. zu Erbach-Erbach hat nach wie vor ein wachsames Auge auf seine Stadt.

Die Geschichte der Stadt ist eng mit dem Grafenhaus Erbach verbunden, das zum rheinfränkischen Uradel gehörte und bis 1806 die Regentschaft in der Region innehatte. Bedeutendster Vertreter der Familie ist Graf Franz I. zu Erbach-Erbach (1754-1823), der die Elfenbeinschnitzerei im Odenwald einführte und als bedeutender Altertumsforscher gilt. Die bis heute im Schloss befindlichen Antiken, Rüstungen und Geweihe hat er auf vielen Reisen zusammengetragen. Ein Standbild von Franz I. in römischer Toga ziert den Marktplatz bis heute - auch wenn es im Sommer 2005 einmal vom Sockel fiel und zerbrach. Die zeitliche Nähe zum Verkauf des Schlosses an das Land Hessen im Jahre 2005 gehört zu den Skurrilitäten der wechselvollen Stadtgeschichte…

Im Alten Rathaus ist die Touristik Information Erbach mit dem Odenwaldladen untergebracht.

Erbach hat eine wechselvolle Geschichte. Davon erzählt auch das Schloss.

Die neobarocke Fassade des Schlosses zeugt von der wechselvollen Geschichte des Erbacher Grafenhauses.

Erbach hat eine wechselvolle Geschichte. Davon erzählt auch das Schloss.

Prägend für das Stadtbild ist das Erbacher Schloss. Den heute zu sehenden "neuen" Bau ließ Graf Georg Wilhelm zu Erbach-Erbach ab 1736 auf den Grundmauern einer mittelalterlichen Burg errichten. Der bis dahin vorhandene Burggraben wurde nach der Fertigstellung der Anlage zugeschüttet. Vorbild für den Neubau war die dreiflügelige Anlage des Saarbrücker Schlosses; allerdings wurde aus Kostengründen nur der Mittelteil verwirklicht. Erst 1902 bekam das Schloss sein heutiges neobarockes Äußeres. Dazu zählen die Fensterumrandungen, das Schlossportal und der Balkon zum Marktplatz hin. Dem Betrachter bietet sich so das Bild einer typischen mitteldeutschen Residenzstadt mit wechselvoller Geschichte. 

Ein blühender Garten vor der Fassade des Schlosses - so war die Anlage ursprünglich konzipiert.
An der Rückseite des Schlosses, im malerischen Schlosshof, beeindruckt besonders der älteste Teil der Anlage, der Bergfried aus dem 13. Jahrhundert.

Ein mächtiger Turm zeugt von einer Wasserburg an der Mümling.

Der Bergfried ist der verbliebene Teil einer mächtigen Wasserburg, die ursprünglich auf einer Mümlinginsel stand.

Ein mächtiger Turm zeugt von einer Wasserburg an der Mümling.

Der älteste Teil des Schlosses ist der mächtige Bergfried. Er ist Teil einer Wasserburg, die im 12. Jahrhundert auf einer Insel der Mümling errichtet wurde. Wie auch der Rest der Burg wurde der Turm auf Eichenpfähle gegründet und besteht aus zum Teil tonnenschweren Buckelquadern. 67 Meter Höhe verteilen sich auf neun Stockwerke, allein 31 Meter entfallen auf den imposanten Dachaufbau. Der gotische Turmhelm des Bergfrieds stammt von 1497. Im Jahre 1993 wurde der Turm umfassend saniert und der Turmhelm erneuert.

In den Nebengebäuden im Schlosshof ist unter anderem der Museumsladen untergebracht.
Im Innenhof des Schlosses befindet sich auch die Werkstatt der Schnitzer des Deutschen Elfenbeinmuseums.

Wo einst Wasser die Burg umspülte, lässt sich heute besondere Handwerkskunst entdecken.

Im Schlossgraben finden sich Geschäfte, die noch heute von alter Handwerkskunst zeugen.

Wo einst Wasser die Burg umspülte, lässt sich heute besondere Handwerkskunst entdecken.

Im ehemaligen Burggraben, heute die Straße "Am Schlossgraben", lässt es sich herrlich flanieren und einkaufen. Denn hier befindet sich beispielsweise das älteste Holzkunstfachgeschäft im Odenwald. Holzspielwaren, Schnitzereien, Haushaltswaren und Figuren aus dem Erzgebirge sind hier das ganze Jahr über im Angebot. Besondere Aufmerksamkeit findet die dort ansässige Handwerkskunst aber natürlich in der Adventszeit, wenn die Erbacher Schlossweihnacht ihre zahlreichen Besucher empfängt und begeistert.

Das sogenannte Tempelhaus ist ein mächtiges Sandsteingebäude aus dem 14. Jahrhundert. Das sechsstöckige Gebäude war ursprünglich Wohnhaus und Wehrturm, später aber auch Hospital und gräfliches Altersheim.

Auch der niedere Adel wohnte feudal - im feinen Städtel, direkt an der Burg.

Das Städtel bildet zusammen mit der ehemaligen Burganlage den ältesten Teil Erbachs.

Auch der niedere Adel wohnte feudal - im feinen Städtel, direkt an der Burg.

Nördlich der Burg, in einem Bogen der Mümling, ließen sich im Mittelalter niederadlige Burgmannen nieder. Im "Städtel" befinden sich neben der evangelischen Stadtkirche zahlreiche ältere Fachwerkbauten. Darunter befinden sich mehrere Burgmannenhöfe, zum Beispiel das Tempelhaus (Städtel 21), die Habermannsburg (Städtel 26) und das Burgmannenhaus Pavey (Städtel 32).
Die Gebäude schließen sich teilweise eng an das Burggelände an. Da sie zusammen mit diesem die Insel der Mümling einnahmen, erhielt die Siedlung, die den Kern der Stadt Erbach bildete, eine eigene Ringmauer.

Vom Marktplatz aus betritt man das Städtel durch einen Torbogen im Alten Rathaus.
Im mittelalterlichen Kern der Stadt Erbach befinden sich außer den steinernen Burgmannenhäuser auch eindrucksvolle Fachwerkbauten.

Dieser Garten macht Lust auf Pause - hier gönnt man sich gerne einen Moment der Ruhe.

Lustgarten mit Orangerie

Dieser Garten macht Lust auf Pause - hier gönnt man sich gerne einen Moment der Ruhe.

Zum Schloss-Ensemble gehört auch die ebenfalls spätbarocke Orangerie mit dem Schlossgarten, der mit viel Einsatz gehegt und gepflegt wird. Diese reizvolle Grünanlage im Herzen der Stadt wurde 1989 in Anlehnung an den ursprünglichen Barockgarten von 1722 neu angelegt. Kaum zu glauben, dass die spätbarocke Orangerie im sogenannten Lustgarten in den 1970'er Jahren einem Hotelhochhaus weichen sollte. Glücklicherweise verhinderte eine Bürgerinitiative dieses Vorhaben. Erbach wäre heute um eine beliebte Attraktion ärmer. 

Brunnen waren immer beliebte Treffpunkte. Und erinnern manchmal an skurrile Persönlichkeiten...

Der Gänsgretel-Brunnen - jährlicher Treffpunkt des Erbacher Vereins "Gi-Gack".

Brunnen waren immer beliebte Treffpunkte. Und erinnern manchmal an skurrile Persönlichkeiten...

Wasser spielt in Erbach eine große Rolle. Und das nicht nur, weil sich die Mümling, der zentrale Fluss des Odenwaldes, malerisch durch die Innenstadt zieht. Wasser gab der Stadt auch ihren Namen. Denn der leitet sich von dem Bächlein „Erdbach“ ab, das vom Dreiseetal kommend durch den Stadtteil Dorf-Erbach verläuft, über eine längere Strecke inmitten des Buntsandsteins in einem Muschelkalkrücken versickert (Erdbacheinschlupf) und kurz vor der Mündung in die Mümling wieder zu Tage tritt. Selbstverständlich gibt es auch einige alte und schöne Brunnen in der Stadt, wie den hier abgebildeten Badbrunnen. Den ziert die Sandsteinplastik einer besonderen Dame, nämlich der sogenannten Gänsgretel. Diese Federvieh-Magd ist so legendär, dass es seit bald 200 Jahren einen Verein zu ihren Ehren gibt. Aber das ist eine andere Geschichte…

Kontakt

Magistrat der Kreisstadt Erbach
Neckarstraße 3
64711 Erbach im Odenwald
Tel.: 06062 64-0
Fax: 06062 64-12
E-Mail: rathaus@erbach.de